Praxis Dr. med. Lukas Eberle

halsnasenohrenarzt.ch

Die Gesundheit steht an erster Stelle (Tagesanzeiger)

Die Gesundheit steht an erster Stelle

Neben dem harmlosen Schnarchen gibt es auch ein gefährliches Schnarchen, bei dem es zu wiederholten Atemstillständen kommt. Man spricht von einem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS). Das Wichtigste ist, dass jeder Patient seriös und individuell abgeklärt wird, um danach ein massgeschneidertes Therapiekonzept zu erstellen.

Als erste Schlafabklärung genügt bei den meisten Schnarchpatienten ein ambulantes Schlafmonitoring, bei dem der Patient mit dem Schlafanalysegerät zu Hause schläft. Falls bei dieser Untersuchung unklare Befunde oder Hinweise auf andere Schlafstörungen zum Vorschein kommen, ist eine Übernachtung im Schlaflabor angezeigt.

Schlafen mit einer Überdruckmaske (CPAP) ist bei schwerem OSAS die beste Behandlung. Ob die CPAP-Therapie langfristig nötig ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Bei übergewichtigen Patienten ist eine Gewichtsabnahme unter professioneller Ernährungsberatung sehr erfolgversprechend und kann dazu führen, dass die CPAP-Therapie nicht mehr nötig ist. Die Lagerungstherapie mit Tennisbällen oder dem Night Balance Gerät ist eine gute Therapiemöglichkeit, wenn Schnarchen und/oder Atempausen sich auf die Rückenlage im Schlaf beschränken. Falls die Obstruktion nur im Rachenbereich lokalisiert ist und der Patient keinen starken Würgreiz hat, kann die Gaumenspange (Velumount) angewendet werden. Wird das Schnarchen mit der Gaumenspange beseitigt, ist praktisch garantiert, dass auch eine korrekt durchgeführte Schnarchoperation erfolgreich ist. Schnarchpatienten mit anatomischen Engstellen im Nasenbereich (verkrümmte Nasenwand, grosse Schwellkörper, Polypen) können von Nasenoperationen bezüglich Lebensqualität und Schnarchen profitieren. Bei Kindern ist Schnarchen und OSAS erstaunlich häufig und praktisch immer durch vergrösserte Halsmandeln und/oder Rachenmandeln verursacht und chirurgisch behandelbar. Der Entscheid zu einer «Schnarchoperation» im Bereiche der Nase, Hals, Zunge, Kehlkopf erfordert viel Erfahrung.

In unserer Praxis finden regelmässige Schnarchsprechstunden statt, in denen der HNO-Arzt, der Lungenarzt und die Mitarbeiterin der Lungenliga die Patienten interdisziplinär betreuen. Fallbeispiel: Der übergewichtige Patient hat ein schweres OSAS. Als Sofortmassnahme wird die CPAP-Therapie erfolgreich installiert. Die Nasenprobleme werden chirurgisch behandelt. Nach Gewichtsreduktion kann das CPAP-Gerät an die Lungenliga zurückgegeben und durch die Lagerungstherapie ersetzt werden.

Nasenkorrekturen

Eine Nasenkorrektur sollte ganzheitlich sein: Die Gesundheit steht an erster Stelle! Die Nase sollte nach einer kosmetischen Korrektur gut funktionieren, harmonisch zum Gesicht passen und nicht operiert aussehen. Dies zu erreichen ist sehr schwierig, Patienten sollten sich eine Nasenkorrektur gründlich überlegen und sie nur bei grossem Leidensdruck machen lassen. Die Nasenkorrektur ist die schwierigste häufig durchgeführte Operation der Schönheitschirurgie! Eine (operierte) Nase sieht nie perfekt aus. Die Erwartungen an das Operationsergebnis müssen realistisch sein. Man soll sich an den Verbesserungen freuen und mit den häufig vernachlässigbaren Unzulänglichkeiten leben können. Kann man dies nicht akzeptieren, soll von einem so komplexen Eingriff abgesehen werden. Andererseits gibt es kaum dankbarere Patienten als nach einer gelungenen Nasenoperation, vor allem wenn gleichzeitig die Funktion und Form optimiert wurde.

Mikroskopische Mittelohrchirurgie

Wiederholte Mittelohrentzündungen können zu Trommelfelldefekten mit Hörverlust oder gar zu einem Cholesteatom (entzündungsbedingte Knocheneiterung mit lebensbedrohlichen Komplikationen) führen. Diese Krankheiten sowie Schwerhörigkeit bei defekten Gehörknöchelchen werden durch anspruchsvolle Operationen saniert. Dr. Eberle hat sich auf diesem Gebiet im In- und Ausland spezialisiert und führt diese Eingriffe bei seinen Patienten in der Schweiz und seit 1999 regelmässig in karitativen «Ohrchirurgie-Camps» in Nepal durch. Dort sind Ohrerkrankungen und Schwerhörigkeit wegen mangelndem Zugang zu medizinischer Versorgung besonders häufig.

Das ohrmedizinische internationale Team reist alle 6 Monate in abgelegene Regionen Nepals, um den mittellosen Menschen unentgeltlich «Gehör zu verschaffen». In zehn Tagen wurden so im letzten Camp 1370 Patienten medikamentös behandelt, 186 Ohroperationen durchgeführt und 274 Hörgeräte angepasst. Öfters kommt es vor, dass die Patienten nach einer Operation zum ersten Mal in ihrem Leben richtig hören. Die Gesamtkosten des Camps waren dabei so gross wie für 3 Ohroperationen in der Schweiz!

Trotz einfacher Bedingungen können äusserst anspruchsvolle Ohreingriffe auf hohem Niveau durchgeführt werden. Dr. Eberle nutzt diese Gelegenheit, Wissen und Erfahrung in seinem Fachbereich weiterzugeben, aber auch zu erweitern. Dadurch profitieren wiederum seine Patienten in der Schweiz. Die von Dr. Eberle gegründete Stiftung Ohrchirurgie Nepal finanziert neben den Ohrchirurgie-Camps eine sich im Bau befindliche Ohrenklinik in Pokhara.

Quelle: Tagesanzeiger vom 15.11.2014, Beilage