Praxis Dr. med. Lukas Eberle

halsnasenohrenarzt.ch

Medienbericht (Bote der Urschweiz)

1365 Patienten in neun Tagen
Die drei Schwyzer Ärzte Lukas Eberle, Stefan Zähringer und Alain Siegwart haben in Nepal 1365 Patienten untersucht, 140 Operationen durchgeführt und 140 Hörgeräte angepasst. Im nächsten Jahr soll zudem mit dem Bau der Ohrenklinik begonnen werden können.

Der Brunner Hals-Nasen-Ohren-Spezialist Lukas Eberle engagiert sich seit vielen Jahren für die Durchführung von Ohrchirurgie-Camps in Nepal. Alle zwei Jahre nimmt er selber an solchen Camps teil und leistet ärztliche Hilfe – dieses Jahr gehörten auch die beiden Schwyzer Ärzte Stefan Zähringer und Alain Siegwart zur mitgereisten Fachgruppe.Während des neuntägigen Einsatzes konnten insgesamt 1365 Patienten behandelt werden. Es wurden 140 Ohr-Operationen durchgeführt und 140 Hörgeräte angepasst.

Tagelange Anreise
Der Andrang im Camp ist jeweils sehr gross. Die Patienten sind nicht selten tagelang unterwegs und müssen oftmals noch weitereTage warten, bis sie untersucht werden können. Ein normaler Camp-Arbeitstag beginnt um 08.00 Uhr mit ambulanten Patientenuntersuchungen. Ab Mittag bis Mitternacht werden durchgehend Ohren-Operationen durchgeführt. Vielfach müssen schmerzhafte und übel riechende Vereiterungen des Mittelohrs mittels Operation behoben werden. Es kommt auch nicht selten vor, dass ein Patient nach der Behandlung überhaupt zum ersten Mal richtig hört.

Ärzte arbeiten gratis
Die eingeflogenen Ärzte und das medizinische Hilfspersonal aus Europa bezahlen jeweils alle Unkosten inklusive Flug, Übernachtung und Proviant selber und arbeiten gratis. Die weiteren 10 bis 15 einheimischen Mitarbeiter können – für nepalesische Verhältnisse – sehr gut bezahlt werden. Die Kosten für ein gesamtes Camp belaufen sich auf etwa 15 000 Franken. «Mit diesem Geld könnten in der Schweiz etwa drei Ohren-Operationen durchgeführt werden», erklärte Walter Suter, im Stiftungsrat der Stiftung Ohrchirurgie Nepal, auf Anfrage. Diese Schwyzer Stiftung finanziert alle sechs Monate ein Ohrchirurgen-Camp, welches von der «International Nepal Fellowship» (INF) organisiert wird. Die INF ist zudem die einzige medizinische Hilfsorganisation, welche von der nepalesischen Regierung offiziell anerkannt wird.

Ein Spital für eine Million Franken
In Pokhara, rund 200 Kilometer westlich von Kathmandu, soll im nächsten Jahr mit dem Bau einer Ohrenklinik begonnen werden können. «Mit diesem Projekt wäre für Nachhaltigkeit gesorgt», erklärte Suter weiter. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund eine Million Franken. Die Leitung des Spitals übernimmt der britische Arzt Mike Smith, welcher bereits während zehn Jahren mit seiner Familie in Nepal gelebt hat.

Schwyzer Stiftung beschafft Mittel
«Die Pläne sind gezeichnet, das Grundstück bestimmt und von der INF als Eigentümerin zur Verfügung gestellt», so Suter weiter. Architektur und Bauführung sind in nepalesischer Hand. «Wir gehen davon aus, dass die Bauphase zwei, drei Jahre andauern wird, sodass die Klinik 2014/15 eröffnet werden kann.» Die Stiftung Ohrchirurgie Nepal, welche von Lukas Eberle präsidiert wird, hat sich das Ziel gesteckt, für die Finanzierung der Klinik aufzukommen. «Wir freuen uns auf jede Spende», erkärte Stiftungsrat Suter abschliessend.

Spendenkonto: Stiftung Ohrchirurgie Nepal, Raiffeisenbank Waldstätte, Brunnen, Kto.-Nr. 47667.53.
Weitere Informationen unter www.halsnasenohrenarzt.ch oder
www.inf.org.

Quelle: Bote der Urschweiz, Ausgabe vom 14. Dezember 2011, Seite 8

Weitere Informationen über die geplante Ohrenklinik unter www.earaidnepal.org